Alltagsintegrierte Medienbildung

Alltagsintegrierte Medienbildung

Kin­der wach­sen heu­te in einer Lebens­welt auf, in der digi­ta­le Medi­en eine bedeu­ten­de Rol­le spie­len. Aus­ge­löst durch die „Coro­na-Situa­ti­on“ seit März 2020 haben wir uns im Team ver­stärkt mit digi­ta­len Medi­en beschäf­tigt und uns auf den Weg gemacht, die­se zuneh­mend in unse­rem päd­ago­gi­schen All­tag einzusetzen.

Wir unter­stüt­zen die Kin­der auf ihrem Weg der Medi­en­kom­pe­tenz, ent­spre­chend dem Hes­si­schen Bil­dungs- und Erzie­hungs­plan: „Medi­en­kom­pe­tenz ist heu­te unab­ding­bar, um am poli­ti­schen, kul­tu­rel­len und sozia­len Leben in der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft zu par­ti­zi­pie­ren und es sou­ve­rän und aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Medi­en­kom­pe­tenz bedeu­tet bewuss­ten, kri­tisch-refle­xi­ven, sach­ge­rech­ten, selbst­be­stimm­ten und ver­ant­wort­li­chen Umgang mit Medi­en.“ (BEP 2019, S.69)

Der Ein­satz digi­ta­ler Medi­en in unse­rer Kin­der­ta­ges­stät­te ist nie Selbst­zweck, son­dern immer Instru­ment, um unse­re päd­ago­gi­schen Zie­le zu unter­stüt­zen. Er soll immer zu sozia­ler und sprach­li­cher Inter­ak­ti­on und zu krea­ti­ven Betä­ti­gung der Kin­der anre­gen. Somit ermög­licht er den Kin­dern, aktiv und ziel­ori­en­tiert an einem gemein­sa­men Pro­jekt zu arbei­ten, sich selbst dabei wahr­zu­neh­men und ein Erfolgs­er­leb­nis zu haben. Unse­re Arbeit mit digi­ta­len Medi­en hat das Ziel immer grö­ße­rer Par­ti­zi­pa­ti­on und Teil­ha­be aller Kin­der und Fami­li­en.
In unse­rer Ein­rich­tung ste­hen uns ver­schie­de­ne digi­ta­le Medi­en zur Ver­fü­gung, z.B. Digi­tal­ka­me­ras, Tabletts, Tel­li­me­ro-Stif­te, Toni-Box, Dru­cker, Com­pu­ter, ein Bea­mer. Die Kin­der ler­nen in Beglei­tung der Päd­ago­gi­schen Mit­ar­bei­te­rIn­nen die Funk­ti­ons­wei­se ver­schie­de­ner Gerä­te ken­nen und üben den sach­ge­rech­ten Umgang mit ihnen.

Digitale Helfer in unserer Kita (Stand Mai 2022)

Nach genau­er Aus­wahl und Abwä­gung haben wir uns für die fol­gen­den digi­ta­len Hel­fer entschieden:

  1. Digi­tal­ka­me­ra
    Mit den Digi­tal­ka­me­ras und Tabletts kön­nen Foto- und Film­pro­jek­te rea­li­siert wer­den. Die Kin­der kön­nen selbst Fotos machen und Bil­der für ihren Port­fo­lie-Ord­ner auswählen.
  2. Tablet
    Unse­re Tablets sind mit ver­schie­de­nen Apps aus­ge­stat­tet, die in der Off­line-Ver­si­on von den Kin­dern genutzt wer­den kön­nen. Frag­Finn, Die Maus, Blin­de Kuh und Die klei­ne Wald­fi­bel ermög­li­chen den Kin­dern, sich Wis­sen
    anzu­eig­nen und auf eige­ne Fra­gen anschau­li­che und indi­vi­du­el­le Ant­wor­ten
    zu bekom­men. Tux Paint, Kin­der malen und Chat­ter­Kid laden zum Malen und
    zu Krea­ti­vi­tät ein. Micro­scope, Qui­ver, Ohren­spit­zer und Wieb­kes Waa­ge
    moti­vie­ren zum Expe­ri­men­tie­ren und zum For­schen. Das Stopp-Moti­on-Stu­dio
    kann für ein beson­de­res Pro­jekt ein­ge­setzt wer­den, bei dem die Kin­der krea­tiv
    eige­ne Fil­me ent­wi­ckeln. Sie gewin­nen dabei wich­ti­ge und medi­en­kri­ti­sche
    Erkennt­nis­se. Mit der App „Book-Creator“ kann ein eige­nes Bil­der­buch mit
    Tex­ten, Fotos, Zeich­nun­gen, Vide­os und Musik krea­tiv gestal­tet wer­den. Die­se
    Liter­acy-Arbeit regt zu sozia­ler und sprach­li­cher Inter­ak­ti­on und zu krea­ti­vem
    Umgang mit Medi­en an.
  3. Tel­li­me­ro
    Der Ein­satz des Tel­li­me­ro-Stifts hat sei­nen Schwer­punkt in der sprach­li­chen
    Bil­dung und För­de­rung der Kin­der. Er moti­viert zum Spre­chen und zum Hören.
    Bei ver­schie­den Pro­jek­ten in der Zusam­men­ar­beit mit Fami­li­en und in
    unter­schied­li­chen Spra­chen kann er krea­tiv und viel­sei­tig ein­ge­setzt werden.
  4. Toni-Box
    Mit der Toni-Box haben die Kin­der die Mög­lich­keit, Hör­ge­schich­ten und Lie­der
    selbst aus­zu­wäh­len und nach Abspra­che mit ande­ren Kin­dern in einer ruhi­gen
    Umge­bung zu hören. Sie kön­nen auch krea­tiv wer­den und eige­ne Hör­bü­cher
    und Lie­der aufnehmen.

Umgang mit digitalen Medien

Gemein­sam mit den Kin­dern ent­wi­ckeln und visua­li­sie­ren wir Regeln für den Umgang
mit digi­ta­len Medi­en. Die tech­ni­schen Gerä­te kön­nen von den Kin­dern nach Abspra­che und in Beglei­tung eines Erwach­se­nen genutzt wer­den. Die Nut­zung muss sach­ge­recht und ordent­lich erfol­gen, ist zeit­lich begrenzt und kein Instru­ment gegen Langeweile.

Die päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te sind sich ihrer Vor­bild­funk­ton bewusst, ach­ten auf den Daten­schutz, die War­tung der Gerä­te, das Auf­la­den der Akkus und die Aktua­li­sie­rung der Apps, die von Kin­dern selbst­stän­dig nur off­line genutzt wer­den sollte.

Die Fami­li­en unse­rer Kin­der­ta­ges­stät­te wer­den per­sön­lich und regel­mä­ßig durch EMails über unse­re päd­ago­gi­sche Arbeit, aktu­el­le Aktio­nen und beson­de­re Ange­bo­te informiert.

Auf unse­rer Web­site https://​lieb​frau​en​.pfarr​grup​pe​darm​stadt​.de/​k​i​n​d​e​r​t​a​g​e​s​s​t​a​e​t​t​e​-​u​n​d​-​f​a​m​i​l​i​e​n​z​e​n​t​rum fin­den die Fami­li­en und alle Inter­es­sier­ten Tex­te, Bil­der und Fil­me. Dabei beach­ten wir die Regeln des Daten­schut­zes. Sie kön­nen sich hier über unse­re Päd­ago­gi­sche Arbeit infor­mie­ren und an aktu­el­len Ereig­nis­sen teilhaben.